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Mein Traum ging in Erfüllung!!!

Ich hatte heute die fantastische Möglichkeit, mal meinem autombilen Traum etwas näher zu kommen.

Ich bin heute mit einer Corvette C6 gefahren. Was ich erlebt habe steht in diesem Text:

Wir trafen uns bei mir in der Ortschaft. Mann war ich aufgeregt, es sollte endlich in Erfüllung gehen. Die Corvette kommt zu mir. Und ich hatte die Möglichkeit die Faszination Corvette genau intravenös verabreicht zu bekommen.

Wir hatten uns darauf geeinigt, erstmal ca 12km zu fahren um in einer anderen Ort in einer gemütlichen Eisdiele ein Eis zu essen.

Die Fahrt dorthin war ein Musikkonzert das seines gleichen vergeblich sucht. Der Sound von über 400PS, schwarze Ledersitze, und das Gefühl jederzeit ohne Probleme über 300 zu fahren ist mit nichts auf der Welt zu vergleichen. Allein schon der Sound dieses V8 im Stand…ein Beethoven würde neidisch werden über diesen sonoren Bass der meine Ohren umweht.

Als wir wieder zum Parkplatz gingen, ging das in Erfüllung was ich niemals im Leben erwartet hätte:

„Alex!!…Möchtest du mal fahren??“ Dieser Satz klang wie…ach das kann man nicht in Worte fassen…natürlich habe ich nicht nein gesagt…er gab mir die Schlüssel..ich stieg ein oder besser gesagt ich viel erstmal einen halben Meter in die weichen Ledersitze. Mein erster Eindruck…WOW!!!! Mit meinen 1.65m saß ich mehr als tief drin.

Also erstmal den Sitz vor und hochgestellt, jawohl jetzt fühle ich mich wohl…umgeben von schwarzen Ledersitzen, einem Drehzahlmesser bis 7000rpm/min und einem aggressiv dreinblickendem Tacho der bis 320 geht, blicken mich an. Mein Adrenalinspiegel steigt in den Begrenzer und mein Bewusstsein hat aufgehört mit mir zu kommunizieren. Ich justiere den Rückspiegel, und atme nochmal kurz durch.

Nur zur Information…wir stehen noch. Und schon jetzt fühle ich mich als ob ich 250 mit einem normalen Auto fahre. Adrenalin Pur. Die Corvette wirkt. Und wie!! Ich spüre meinen Körper nicht mehr..bin nur fixiert auf meinen rechten Fuß und drücke erwartungsvoll den Startknopf.

Die Corvette meldet sich zu Wort, über mein Trommelfell und über meine Eier. Alles vibriert durch den V8. Aber niemals aufdringlich, die Corvette versteht es Understatement zu representieren. Zumindest im Standgas.

Erstes Flat Out:

Ich rolle im Standgas vom Parkplatz, vorsichtig über den abgesenkten Bordstein hinaus auf die Straße. Die Menschen gegenüber an der Eisdiele können gar nicht genug bekommen. Und ich übrigens auch nicht.

Die Corvette C6 lässt sich wie ein Bobby Car fahren, keine agressive Gasannahme, alles ruht, nur der Motor im Hintergrund erinnert daran, dass man 95% aller Sportwagen an der Ampel abhängt, so als ob diese Parken würden.

Nun biegen wir ab auf die Autobahn, ich gebe auf dem Beschleunigungsstreifen leicht Gas und die Corvette bestätigt meinen Druck auf das Pedal mit sofortigem Hochschalten und einem Satz von 70 km/h auf 120km/h. Aber halt…ich hatte bis jetzt eigentlich noch nicht wirklich Gas gegeben. Es wurde mir schlagartig bewusst was sich 1 Meter vor mir eigentlich abspielt. Die Corvette will bewegt werden, da ist sie in Ihrem Element. Ach ja ich übrigens auch.

Ich setze den Blinker auf die linke Spur, drücke das Pedal zur Hälfte runter. Es dauert ein wenig bis die Corvette alle Zügel loslässt und mich in den Sitz drückt. Die Autos rauschen rechts an mir vorbei…wusstet Ihr das man neuerdings auf der Autobahn parken darf?? Komisch…

Mein Blick galt natürlich auch dem Tacho, 200km/h ohne Probleme….der Wind rauscht an meinen Ohren vorbei, man kann sich eigentlich nicht mehr unterhalten. Muss man aber auch nicht denn der Sound ist Kommunikation genug. Jedesmal wenn man das Gaspedal bewegt, unzwar richtung Bodenblech, meldet sich der Motor wohlwollend.

„Ich bin bereit, sagt er..wenn du es bist“

Ich muss gestehen, dass ich es noch nicht bin..ich bin nicht über 200km/h gefahren. Und das war auch nicht notwendig.

Wir biegen ab auf die Landstraße, jetzt sind es noch ca. 20km die ich in meinem Element bin. Corvette fahren.

Mittlerweile hat sich die Aufregung gelegt, die Corvette wird mir bereits nach 15min sympathisch. Auf der Landstraße angekommen beginnt das was ich so liebe……………………..BESCHLEUNIGUNG!!!

Von 50 auf 100 Stundenkilometer ist weniger als ein Wimpernschlag. Auch in den Kurven hat man immer das Gefühl dem Auto überlegen zu sein, ich fahre das Auto und nicht das Auto mich. Was ich persönlich sehr wichtig finde. Jetzt hat die Corvette mit mir Freundschaft geschlossen. Sie tut genau das, was ich mit ihr mache.

Ob Ihr es glaubt oder nicht, es ist gar nicht so leicht die Begrenzungsschilder einzuhalten. Denn von unten aus dem Fußraum schreit es:

„Tret mich, tret mich, tret mich. Gemeint ist das Gaspedal…die Kunst besteht darin, auch so ein Auto zivilisiert zu fahren. Und nicht den Macho raushängen zu lassen. Das ist absolut unangebracht und gefährdet mich, meinen Beifahrer und andere.

Deswegen habe ich mir vorgenommen den vor mir fahrenden Audi A6 nicht zu überholen, in meiner ersten Fahrt muss man nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Es wäre auch absolut unangebracht…der Sound bei Tempo 80 entschädigt nämlich für alles. Ich sitze nur da und genieße still.

Ich sah auf einmal vor mir eine Verkehrsinsel. Wir fahren gerade Landstraße. Ich blicke auf die Tachonadel, welche 110km/h in meine beiden Augäpfel reinprojeziert…..Ich bremse auf ca 85km/h ab, und nahm die Verkehrsinsel (die ich normalerweise mit 60km/h nehme) mit einem Augenzwinkern und einem weiteren Adrenalinschub einfach so mit 80km/h. Mein Gehirn hat aufgehört zu arbeiten. Ich fahre die Vette gerade mit meinen Eiern.

Seitneigung? Angst? Beides nicht vorhanden. Wie auf Schienen fahre ich drumrum…als ob es nichts auf der Welt geben würde, was dieses Auto aufhalten kann.

Mittlerweile biegen wir ab, auf die letzten 2 km bis vor meine Haustüre. Ich spüre eine Wonne von Erleichterung, Genugtuung und mein Gehirn fährt auch wieder hoch. ich sehe das Ortsschild und winke meiner Freundin zu. Nun lasse ich die Corvette ausrollen, und genieße ein letztes Mal das überaus einnehmede Standgasbrabbeln des V8. Jetzt bin ich überglücklich. Etwas besseres, adrenalingeladeneres und schöneres gibt es für mich jetzt nicht mehr. Kann kommen was will. Scheißegal.

Ich spüre meinen Körper endlich wieder, drücke auf den Motorknopf und die Vette entschlummert mit lananthaltendem Auspuffknistern was mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ich möchte mich auch an dieser Stelle bei 2 Menschen herzlichst bedanken:

Dieser Beitrag ist 2 Menschen gewidmet die mir den schönsten Tag meines Lebens beschert haben. Verständlicherweise kann ich keine Namen nennen, aber wenn die beiden das hier gelesen haben wissen sie genau das diese Widmung an sie geht.

DANKESCHÖN!!!!!!!!!!!!

Ach eines noch bevor ich es vergesse:

„Porsches for Breakfast, Ferraris for Lunch!!

Alexander Stritt

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