Blogetikette

Ich habe dieses Thema jetzt in den verschiedensten Weblogs gelesen und ich muss mich jetzt doch mal dazu äußern:

Das gibts doch gar nicht!!!! Was ist denn mit der deutschen Bogosphäre los? Jeder ist nur noch am meckern und die sogenannten „Meckerblogs“ schießen aus dem Boden wie Pilze. Können wir denn nicht mal friedlich miteinander in der Blogosphäre leben?

Können wir denn nicht sachlich miteinander umgehen? Ist das denn so schwer? Warum beruhigen wir uns nicht wieder?

1. Und warum zum Teufel ist zur Zeit das Thema Werbung in den Weblogs so aktuell? Haben die PR-ler die Weblogs jetzt für sich entdeckt? Und manche nehmen den kampf auf. Zu Recht. Und vielleicht sogar mit Erfolg. Wir werden sehen.

Können wir Blogger den Kampf gegen die Schleichwerbung per Kommentar verhindern? Was müssen für Schritte eingeleitet werden? Oder sind in vielleicht 2-4 jahren alle Weblogs voller Werbung? So wie im Fernsehen? Das mehr Werbung als Content erscheint? Und: Lohnt es sich denn gegen die fiesen PR-ler zu kämpfen? Können wir überhaupt gewinnen?

Ich bezweifle diese ganze Geschichte. Hoffentlich täusche ich mich.

2. Leben denn nur Männer im Blogosphärischen Dorf? Warum dieser permanente, aufdringliche und völlig überzogene und ständig präsenter Schwanzvergleich unter Weblogs? Und dann diese Diskussion über Benimmregeln in Weblogs.

Hallo? Sind wir alle verstört, dass wir uns nicht benehmen können, wie anständige Menschen? Ist das wirklich so schwer?

Ich weiß, es gibt Weblogs denen würden wir am liebsten das Handwerk legen, weil sie wirklich nicht zum friedvollem Leben im Blogdorf beitragen. Meine Frage: Warum werden dann solche Weblos so stark beachtet? Nein, wir brauchen keine Blogosphärische Polizei. Nichtbeachtung ist wesentlich effektiver und spart gewaltig Nerven.

Natürlich kann ich es verstehen, dass es in irgendeiner Weise einen Vergleich gibt. Das ist auch natürlich. Aber ist dieser denn so wichtig, das man sich fragt warum man überhaupt noch bloggen soll, weil kaum noch einer seinen Weblog ließt??

Warum bloggen wir? Können wir das mal bitte Revue passieren lassen? Genau! Wir bloggen doch ursprünglich weil es uns Spaß macht oder?  Habe ich da etwas falsch verstanden?

Lasst uns doch wieder aus vollem Spaß und an der Freude der Mitteilungsbedürftigkeit bloggen. That´s it.

Übrigens bevor ich es vergesse:

Es existiert übrigens eine Blogetikette. Diese Etikette lässt sich auf unser gesamtes Leben anwenden. Aber es wundert mich ehrlich, dass die noch keiner entdeckt hat. Diese Blogetikette hat keinen einzigen Link, keine Refferer und wird auch nicht von Google beachtet. Dennoch existiert diese Ettikette. Sie prägt unser gesamtes Leben.  Und das auf der ganzen Welt. Gespannt?

Man findet diese Blogetikette hier!! Das ist unsere Blogetikette. Nichts anderes.

Und was anderes brauchen wir auch nicht. Oder?

Alexander Stritt

Danke an: Blogpiloten für die guten Artikel und Yannick Eckl für die Idee, diesen Text zu verfassen.

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10 Kommentare

Eingeordnet unter Blogosphäre, Das regt mich vielleicht auf

10 Antworten zu “Blogetikette

  1. Pingback: Lesenswert : Vincent Vallo - vVallo.com

  2. Wieder ein gelungener Beitrag, dem ich nur beipflichten kann.

  3. Ein Leser

    „Friedlich miteinander leben“ gibt’s genauso wenig wie das schöne, große Bloggersdorf, zu dem alle Blogger (gemeinsam!) gehören.

    Irgendjemand schrieb letztens auch: „Die einzige Regel, die es beim Bloggen gibt, ist, dass es keine Regeln gibt.“ Nur, weil wir alle ins Internet schreiben, heißt das noch lange nicht, dass wir Händchen halten müssen. Es wird immer jemanden geben, der etwas sagt, das uns nicht schmeckt. Und wenn du dich jedes Mal darüber so aufregst, zeigt das nur, dass du a) entweder sehr neu „in der Blogosphäre“ bist oder b) noch sehr viel zu lernen hast.

  4. Lieber „Ein Leser“…

    danke für deinen Kommentar.

    Es ist komplett richtig was du schreibst, nur das mit dem vulgären Ausdruck fande ich nicht so nett. Deswegen habe ich ihn gelöscht.
    Kritik-egal wie scharf, ist immer willkommen, denn keiner ist perfekt. Jedoch so etwas ist schlichtweg eine Beleidigung!

    Solche Sachen gehören wahrscheinlich zu dir wie ich annehme, aber leider nicht in mein Weblog.

    Und da du es nicht für angebracht hältst, wenigstens deine E-Mail Adresse dazulassen, kannst du das nächste Mal vor der Tür warten.
    Oder einfach nicht mehr herkommen. Denn so etwas braucht mein Weblog nicht.

    Und hier entscheide ich.

    Alexander Stritt

  5. ich stimme dir vollkommen zu. allerdings sehe ich die allgm. etikette nicht im gesunden menschenverstand, sondern in der kinderstube. und die hat man – oder eben nicht. leider.
    deswegen vermute ich auch hier einen der wahren gründe für die häufigen verbalinjurien und eskalationen: denjenigen mangelt es an benehmen. wie sagte schon asfa-wossen asserate: manieren sind nicht etwas, was man bei bedarf anschaltet – sie sind eine grundhaltung.
    der zweite punkt klingt sehr nach hobbypsychologie, ist aber meiner überzeugung eine soziologische grundwahrheit: gib einem menschen macht, und du erkennst seinen wahren charakter. blogs, besonders wenn sie populär sind, verleiten dazu, zu meinen, man wäre größer als man ist. aber bitteschön: was sind denn 3000, 4000, 6000 leser am tag? nichts. die leute lesen das, es amüsiert sie, informiert sie oder ärgert sie. na und?! von wahrer größe und macht ist man damit noch meilenweit entfernt. nicht aber vor der gefahr, selbige zu imaginieren. oftmals steckt dahinter frust über die eigene bedeutungslosigkeit, das bedürfnis nach ruhm – aber auch die gefährliche, durch unselige tv-formate geschürte illusion, nur wer berühmt oder besser noch gleich ein „superstar“ (prominenz und talent allein reichen schon nicht mehr) ist, zählt in dieser gesellschaft.

    lange rede – ich machs kurz: ich finde das armselig. der schuster, der schuhe flickt, ist genauso wertvoll wie die friseurin, die haare schneidet oder der typ, der auf der bühne schnulzen trällert. im zweifel dienen manche auch nur als warnendes beispiel.

  6. Wahre Worte…dem kann ich nichts mehr hinzufügen..

    Danke.

    Alexander Stritt

  7. @waschsalon…wie sehr Du nur recht hast mit Deinen Ausführungen.

  8. … gerade Menschen, die auch in ihrem realen Leben nicht über ihren eigenen Anspruch an sich selbst in Bezug auf den Umgang mit anderen Menschen nachdenken, knallen in der Bloggerstube nur so um sich… schade ist’s…

  9. Die Meisten neigen dazu, „anonym“ eher die negativen Aspekte aus zu spucken….

    Merkwürdig

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