Endlich habe ich sie gefunden

Ich habe lange nach ihr gesucht, doch als ich vergebens danach gesucht habe war sie noch lange nicht auf dem deutschen Markt.

Deswegen habe ich die GQ gelesen, dass angeblich beste Männermagazin. Naja. ich war eigentlich ganz zufrieden. Ich habe gerne das Heft gelesen.

Doch dann hat der Chefredakteur, den ich sowieso nicht kannte hat die GQ verlassen, weil er Platz machen musste für einen neuen Chefredakteur.

Es wurde das Layout etwas geändert. Paula Lambert verschwand und jetzt ist sie, nach vielen Protesten der Leser back.

Durch den Wechsel des Chefredakteurs, hat sich viel negatives in der GQ getan. Warum? Ja genau, dass habe ich mich auch gefragt.

Dann wusste ich es: 116 Seiten Werbung. (Werbung okay, aber nicht 116 Seiten!!) Keine Leserbriefe die ich so liebe. Die Zeitschrift war etwas kleiner von den Seiten her, als ich es seit 4 Jahren gewohnt war. Ein Cover was jegliche Plastizität vermissen lässt. Das aktuelle ist Cover ist nämlich in Blau/rot gehalten. Das kann ich auch, dazu muss ich kein Grafikdesign studieren. Ganz ehrlich. Der Hammer: Bevor man überhaupt etwas in der aktuellen GQ Ausgabe April ´07 lesen darf wird man erstmal mit 10!!!!!! Seiten Werbung zugeballert. Das nene ich effektive Abschreckung der Leser. Werbung okay, aber 10 Seiten bevor man überhaupt mal das Wort GQ liest??

Ich kaufte also, auch wenn ich enttäuscht worden bin die GQ nochmals. Noch einmal 4 Euro. Dann habe mich vor lauter Vorfreude auf das neue Heft, schon um 18h ins Bett gelegt um sie wie immer mit Genuss zu lesen. Man wird ja als Mann oft von Frauen enttäuscht, aber das was ich dann gelesen und gesehen habe, war schlichtweg eine Beleidigung für mich. Jetzt verstand ich warum einige Leser so reagierten.

Okay..Ich bin keiner der sofort aufgibt. Die Zeitschrift ist von Menschenhand gemacht und da können kleine Ausrutscher passieren. Völlig okay.

Nun musste ich aber meinem Frust Luft machen und rief bei der Assistentin des Chefredakteurs an. Sie war sehr freundlich, was ich natürlich auch war. Zum Schluß wollte sie noch für Rückfragen meine Telefonnummer. Sie sagte, dass sie meine Punkte bei der nächsten redaktionellen Sitzung ansprechen werde.

Das ist mittlerweile ca. 3 Wochen her. Einen Anruf bekam ich bis heute nicht. Schade, hätte mich zumindest über ein Feedback gefreut. Das wäre ein Zeichen für mich gewesen, dass sich eine Zeitschrift aktiv um seine Leser kümmert. Aber Deutschlands bestes Männermagazin (laut den Lead Awards ´07) hat so etwas nicht nötig. Okay.

Das wars. Meine letzte Ausgabe die ich mir gekauft habe war die GQ April´07.

Nun habe ich mich natürlich auch verändert. (Laß GQ seit 5 Jahren, nicht im Abo!) Ich möchte keine reine Männerzeitschrift mehr lesen, denn aus dem Alter bin ich irgendwie raus auch wenn ich voll in das Beuteschema von GQ mit meinem Alter passe.

Ich möchte auch etwas, was den politischen Horizont erweitert, etwas über Menschen die uns prägen, etwas GUTGESCHRIEBENE Politik, denn auf dem Gebiet bin ich eine Null. Kurzum ich möchte etwas auf das ich mich jeden Monat und jetzt jede Woche freuen darf ohne das ich enttäuscht werde und ohne das ich mir den Spiegel, Focus oder den Stern kaufen muss.

Ich habe sie endlich gefunden: Es ist die deutsche Ausgabe der Vanity Fair.

Ich habe mich vor dem ersten Kauf natürlich in Weblogs per Technorati informiert, ob es sich lohnt. Da ja Blogger bekanntlich alles schlecht machen, war auch ich voreingenommen. Gut bilde ich mir eine eigene Meinung. Vanity Fair war für mich geboren. Angefangen habe ich mit Nr. 14 und ich war positiv überrascht. Weitergemacht habe ich mit der Nr. 15 und ich war restlos von den Socken. SUPER! Genau das habe ich in meinem ganzen Leben schon gesucht.

Politik: Soetwas von verdammt interessant geschrieben, dass meine Freundin gar nicht fassen konnte das ich etwas über den Schäuble lese.

Wissenschaft: Wie werde ich glücklich? Nicht geschrieben von einem Redakteur der bei der VHS einen Motivationskurs besucht hat, sondern aus der Sicht eines britischen Professors! Perfekt!

Menschen: Der Triumph von Maske. VF hat im Vorfeld schon über den Kampf berichtet um das jetzt im aktuellen Heft geschickt wieder aufzunehmen. Und so brilliant darüber zu schreiben ist mehr als ein schriftlicher Orgasmus für mich.

Weltgeschehen: Eine Landkarte wo aufgezeichnet worden ist, wo Nike und wo Adidas regiert. Unzwar auf der gesamten Erdkugel. Dazu noch knackige Fakten von Spielern, Vereinen und Missgeschicken mit den beiden größten Ausrüstern der Welt. Für mich ein weiterer schriftlicher Orgasmus.

Generell bin ich mit der VF noch in der Testphase, doch die Betatests sind erfolgreich verlaufen. Ich werde morgen in die letzte Testphase gehen und mir 10 Ausgaben im Probeabo frei Haus zu holen. Als Geschenk erhalte ich einen Fülller in dem meine Initialien prangen. Auch meine Freundin ist restlos begeistert.

Ich kann mich nicht entsinnen, das GQ so ein niveauvolles Geschenk seinen Lesern macht. Zumindest fande ich die Geschenke immer sehr mau für so ein Magazin.

Übrigens ist die VF Nr. 15 ein gutes Beispiel für ein gut gestaltetes Cover mit super Tiefe und Plastizität liebe GQ!

P.S: Natürlich ist jede Zeitschrift und jedes Magazin Geschmackssache. Dieser Beitrag spiegelt ausschließlich meine eigene Meinung wieder!

Alexander Stritt

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9 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

9 Antworten zu “Endlich habe ich sie gefunden

  1. hallo herr stritt,

    schauen sie doch mal bei uns im netz vorbei. denke, dass da das eine oder andere für sie dabei sein müsste http://www.vanityfair.de.

    herzlich

    jose redondo-vega
    redaktionsleiter vanity fair online (ex-vize-chefredakteuer gq)

  2. Na bitte! Wenigstens die Vanity Fair kümmert sich um ihre Leser!

    Ich hab auch GQ und Playboy gekauft. Ja okay ich bin ein Mädel, aber was soll´s? Ist mir doch völlig egal, was die jedesmal am Zeitungskiosk gedacht haben.

    Auf jeden Fall, fand ich genau das gleich erniedrigende Klischee wie bei den Frauen vor. Es wird immer mit dem gleichen: Das hat „man“ zu tragen usw. zu tun.
    Einfach zum Kotzen!

    Und Paula Lambert…naja…also ich bin bis heute der festen Meinung, dass das nur ein Model ist und der Text wird von einem anderen geschrieben.

  3. Tja, der liebe Redondo-Vega…ist der Erste Top-Manager der Welt der nicht nur mit seiner neuen sondern gleich auch noch mit seiner ALTEN Positionsbezeichnung unterschreibt. Ist doch nett von ihm, oder? 😉

    Ich kauf mir jetzt die neue KL . da wird was geboten.

  4. FrauNetzer

    Sehr geehrter Herr Redondo-Vega,

    herzlichen Glückwunsch zu ihrem Wechsel! Ich finde es hervor- und vor allem heraus ragend, dass in der heutigen schnelllebigen Leserwelt, ein einzelner Leser und seine detaillierte Meinung von Interesse ist.

    Persönlich wünsche ich Ihnen viel Erfolg und bedauere es sehr, Sie nicht im Impressum der Print-VF zu finden.

    Herzliche Grüsse

    FrauNetzer

  5. Tja FrauNetzer, würde der liebe Redondo bei der Print-Ausgabe beschäftigt sein, dann würde er da auch drinstehen. Nachdem er das aber nicht ist, warum SOLLTE er dann drin stehen?

    Aber gaaanz lieb von ihm sich als EX von irgendwo persönlich bei seinen Lesern zu bedanken. Ist echt ganz selten geworden. Oder er hat jetzt noch mehr Zeit 😉

  6. FrauNetzer

    Sehr verehrte Frau Leonope, vielen Dank für Ihren sehr geistreichen und gehaltvollen Kommentar, dieser spricht für Sie und Ihre umfassende Branchenkenntnis!

    Einen herzlichen Gruss auch an Sie.

    FrauNetzer

  7. Immer wieder gerne. Und, die Branche ist ein Dorf 😉

  8. ohne mich – wie von leonope charmant unterstellt – noch mehr in den vordergrund spielen zu wollen: mein name und das gesamte vanity fair online team stehen selbstverständlch im impressum der gedruckten ausgabe – ganz unten.

  9. an lonesome: hinter paula lambert steckt eine großartige und hochengagierte kollegin.

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