Abhängigkeit im Leben

Irgendwie habe ich mir gestern Gedanken darüber gemacht wie es wäre ohne Google. Was wäre das Internet ohne Google? Und nicht nur das..was würde man tun, wenn man etwas sucht es aber über die Internetadresse nicht findet?

Was macht man wenn man etwas recherchieren möchte…ohne Google?

Ich glaube diese Erfahrung möchte keiner von uns machen, weil wir alle Google sehr schätzen. Denn wir sind abhängig. Total. Ohne Google würde nichts mehr laufen im Web.

Oder unter uns Bloggern: Technorati? Was wäre ohne Technorati? Genau…nichts. Nur Leere.

Ich möchte nur kurz damit verdeutlichen, was es heißt von etwas anderem, fremden abhängig zu sein. Denn jeder von uns ist abhängig im Leben, sei es von irgendwelchen kleinen oder großen Dingen. Die er sich meistens sich selber geschaffen hat. Das heißt: Wenn ich gerne im Internet surfe, dann bin ich ohne wenn und aber von Google abhängig. Ob ich es will oder nicht.

Wenn ich gerne Kitesurfen gehe, dann bin ich automatisch abhängig vom vorherschenden Wind.

Natürlich bestimmen solche Abhängigkeiten komplett unser Leben, denn ohne Abhängigkeit geht es leider nicht. Jeder Mensch ist von irgendwas und irgendwem immer abhängig. Ich persönlich finde das ist noch nicht das schlimme, viel schlimmer ist die Abhängigkeit von anderen Menschen in seinem Umfeld.

Genau. Die Abhängigkeit von anderen Menschen. (Die Eltern sind ein anderes Thema).

Ich finde es gibt nichts schlimmeres im Leben eines Menschen, wenn dieser extrem abhängig von anderen Menschen ist. Das macht einen Menschen sehr kindlich. Auch hier muss man natürlich etscheiden, ob jemand studiert, arbeitet oder noch zur Schule geht. Denn jeder Lebensabschnitt bringt neue Abhängigkeiten mit sich und mit jedem neuen Lebensabschnitt fallen auch wieder ein paar Verpflichtungen gegenüber anderen weg. Dieser Prozess kommt und geht in unserem Leben, herrscht aber immer vor.

Man ist nicht frei, wenn man abhängig ist. Ich kenne leider Menschen die hüpfen den ganzen Tag nur um andere herum und das schlimme bei der Sache ist, wenn sie es nicht tun dann können sie in ihrem gewohnten Umfeld nicht mehr weiterleben. Weil die anderen Menschen dieses Leben einer Person so stark beeinflußen, dass es ohne denjenigen zusammenbrechen würde.

Wenn man mal so weit in die Abhängigkeit anderer Menschen gefallen ist, dann ist es sehr schwer da wieder rauszukommen. Meistens (keine Wertung bitte!) sind dies Menschen die soetwas brauchen. Die einfach jemanden brauchen, damit ihr Sozialleben funktioniert. Und sei es nur der Ehemann oder Lebenspartner, der andauernd sagt was zu tun ist und was man lieber nicht tut.

Ich mache mir deswegen darüber Gedanken, weil ich mir auch Gedanken darüber mache, über die Möglichkeiten aus so einem Teufelskreis wieder rauszukommen. Die einzige Möglichkeit besteht meineserachtens darin, selber die Zügel in die Hand zu nehmen. Endlich das Lebenslenkrad zu fassen und alle Hände die sich darauf befinden loszuwerden.

Eigene Entscheidungen treffen, für sein Leben selber verantwortlich zeigen, auch mal andere ungewohnte Wege gehen, andere Meinungen vertreten, zu deutsch: Sein Leben selber in die Hand nehmen. Sein Leben in eine bessere Zukunft lenken und die Vergangenheit komplett hinter sich lassen.

Hast du denn dein Lebenslenkrad in der Hand? Bestimmt du augenblicklich wo es in deinem Leben lang geht? Oder halten andere dein Lenkrad des Lebens für dich? Bist du nur Beifahrer in deinem eigenen Leben oder fährst du selber?

Hast du ein Ziel im Lebensauto einprogrammiert? Fährst du auch dahin? Oder geht es, weil andere dich steuern in eine komplett andere Richtung?

Denn auch Menschen die viel besitzen sind meistens komplett von anderen abhängig und deren Leben geht erst recht nicht dahin, wo sie es wirklich haben wollen.

Das beste Beispiel ist Britney Spears. Der Ausdruck der Glatze ist für mich komplette Resignation-sie kann einfach nicht mehr ihr Lebenslenkrad festhalten, hat keine kraft mehr, weil so viele andere Menschen daran zerren und machen, dass ihr Auto des Lebens irgendwann gegen einen umherstehenden Baum fährt. Das Ergebnis seht ihr jede Woche in der Bild Zeitung.

Lößt euch von euren fesselnden Seilen. Geht euren eigenen Lebensweg, nur so könnt ihr auch sicher sein das ihr genau da im Leben ankommt wo nur Ihr hinwollt.

Dieser Weg ist natürlich etwas schwerer, als wenn andere ihn für dich gehen, aber eines ist gewiss:

Du bist 100% frei. Und musst keinem irgendeine Begründung liefern, warum du dies und jenes so machst wie du es machst.

Und am Ende stehst DU auf deinem Berg und kannst deinen selber geschaffenen Ausblick auch voll genießen.

Dein Lebensberg

Das wünsche ich euch allen.

Alexander Stritt

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Das Leben, Motivation

4 Antworten zu “Abhängigkeit im Leben

  1. Hallo 🙂
    Eine gewisse Abhängigkeit besteht doch immer.
    Niemand kann letztlich selber sein Schicksal bestimmen. Wir leben nun mal weder auf einer einsamen Insel, noch sind wir in der Lage sämtliche Ereignisse zu beeinflussen.
    Aber auch eigene Fähigkeiten, die eigene Persönlichkeit, die Umstände der Geburt (Land/Familie) und manchmal nur simples Glück oder Pech bestimmen mit.

    Wir können versuchen in einem gewissen Umfang selbstbestimmt zu leben.
    Ich muß aber auch sagen, das es nicht immer negativ bewertet werden kann, wenn jemand andere umsorgt. Vielleicht ist es für diese Person ja DIE Lebensaufgabe, die ihr liegt. Solch eine Aufgabe kann man auch mit Freude daran bewältigen.
    Wenn ein jeder nur sein eigenes Wohlergehen im Auge hat, bleibt die Gesellschaft, in der wir leben, auf der Strecke. Jeder muß auch bererit sein, Verantwortung für andere zu übernehmen, auch mal zurückstecken und verzichten.
    Sonst gibt es mal ein böses Erwachen.
    Lieben Gruß 🙂

  2. Bastian

    „Sie haben Ihr Ziel erreicht!“

    Ist es wirklich so einfach?… Was macht das Leben dann noch für einen Sinn, wenn wir uns nicht mehr selbst auf die Suche machen? Wir legen unser Leben in die Hände anderer, werden von Satelliten geführt, in der Hoffnung, den richtigen Weg zu gehen. Was aber ist der richtige Weg?

    Im Navigationssystem Leben geben wir Start und Ziel ein, weil wir angeblich wissen, wohin wir fahren wollen. Der Weg wird berechnet, permanent aktualisiert und das System informiert uns auf der vorgegebenen Route über die Sehenswürdigkeiten, die uns aber entgehen, weil wir uns auf das Fahren konzentrieren müssen.

    „Bitte in 200 Metern links abbiegen!“

    Nur selten kommen wir auf die Idee, einfach darauf los zu fahren, keine Karte zu nutzen und unserem Ich zu folgen.

    „Ich möchte selbst entscheiden, wer morgens neben mir aufwacht. Ich will eigenmächtig entscheiden, welchen Beruf ich ausübe. Ich will selbst bestimmen können, wohin die Reise gehen soll. Ich will, ich will, ich will…“

    Die wichtigste Voraussetzung hierfür ist aber die Klärung der folgenden Frage: Was wollen wir eigentlich WIRKLICH?

    Hat die Erziehung versagt? Wurde uns vorgegeben, was wir einmal werden „möchten“? Haben wir überhaupt die Möglichkeit selbst zu entscheiden, was wir WIRKLICH wollen?

    Sicher, es gibt Einschränkungen im Leben, Abhängigkeiten, die uns immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen, Rückschläge, die überwunden werden müssen (ob das Kahlscheren bei B. S. ein Symbol für das „Kopffreimachen“ sein soll, sei dahingestellt). Ist aber nicht die Abhängigkeit, eher als Anker zu betrachten? Ein Punkt, an welchen man festhalten kann? Zum Beispiel ein vertrauter Mensch, der einem Vorschläge macht, ein Mensch, der einem durch Liebe zeigt, dass man lebt.

    Wir müssen selbst entscheiden können, welche Richtung wir in unserem Leben einschlagen möchten. Wir sollten uns aber auf jeden Fall von den Menschen beraten lassen, denen wir das größte Vertrauen schenken können.

    „Bitte jetzt rechts abbiegen!“

    Wir aber fahren geradeaus und suchen einen Weg, der uns zu unseren von uns festgelegten Zielen bringt, bleiben aber immer offen für Alternativen.

  3. @Bastian: ich habe sehr selten ein so Informativen und lustigen Kommentar gelesen wie deinen.

    Ich bin froh das dein Kommentar, den Artikel um weitere Faktoren erweitert.

    Danke:

    Alexander Stritt

  4. Pingback: ABC der Infos » Blog Archiv » …

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