Das Thema mit der Liebe

Das Thema mit der Liebe ist leider nicht immer ganz so einfach. Wenn jemand ein Patentrezept hat, wie man glücklich wird, würde es so glaube ich keinen Kampf mehr um die wahre Liebe geben.

 Gibt es denn die wahre Liebe überhaupt. Wie ist das denn? Sind wir dafür geschaffen ,um uns eine Frau im Leben auszusuchen und mit der für immer zusammenzubleiben? Oder sind wir ursprünglicherweise dafür geschaffen worden um möglichst viele Kinder in die Welt zu setzen, und das mit immer anderen Frauen? Damit unsere Gene so oft es geht weitergegeben werden? Gilt das heute noch? Oder haben wir das nur vergessen?

Wann ist man denn wirklich glücklich in einer Beziehung? Was macht eine glückliche Beziehung aus?

Ich persönlich glaube, dass das wahre Glück aus einer Vielzahl von Dingen entsteht.

Manche Menschen sagen ja, „ach mir persönlich ist das Aussehen meines Partners überhaupt nicht wichtig“. Das halte ich persönlich für komplett gelogen. Wenn einem der Mensch vom äußeren nicht zusagt, dann kann man auch Ihn nicht wirklich lieben. Oder doch?

Denn es ist nunmal so, das das erste was wir an einem fremden Menschen wahrnehmen sein äußeres Abbild ist. Wenn uns das nicht zusagt, weil wie natürlich bestimmte Vorstellungen haben, dann können wir doch diesen Menschen schlecht begehren oder? Diese Argumentation lässt viel Spielraum für Meinungen und Aussagen offen, deswegen möchte ich nicht weiter darauf eingehen.

Aber können wir Menschen lieben, wirklich aus ganzem Herzen wenn dieser Mensch vollig anders ist wie wir?

Können wir einen Menschen lieben, auch wenn er 10 Jahre plötzlich im Koma liegt? Oder machen wir uns dann so viele Gedanken, dass wir persönlich mehr drunter leidern, als wenn wir denjenigen verlassen würden? Es begegnen mir persönlich zur Zeit so viele Fragen in der Liebe, denn auch ich weiß zur Zeit nicht wohin mich der Weg der Liebe führen wird.

Die Liebe so wie ich sie zur Zeit definiere, besteht aus geben und nehmen. Der jeweils andere Partner muss zur jeder Zeit das Gefühl haben, vom anderen Geschlecht geliebt zu werden.  Wenn das nicht mehr der Fall ist, wenn der eine Partner immer nur geben muss und das auf längere Sicht (ab 1 Jahr aufwärts) kann das jemals wieder gut gehen?

Ich befinde mich gerade in so einer Situation, wo ich ständig geben muss und leider überhaupt nichts bekomme. Und das macht mich krank und kostet mich immense Kraftressourcen. Und ich weiß auch, dass meine Quelle der Liebe irgendwann versiegen wird wenn sie nicht bald wieder aufgefüllt wird. Genau das gleiche passiert mit dem Sex. Sex ist der Klebstoff der Liebe. Kein Sex, oder extrem schlechter Sex und der Klebstoff der Liebe versiegt. Bei mir jedenfalls.

Ist denn die Liebe nicht die wahre Lebensaufgabe? Einen Menschen zu finden, den man für immer in sein Herz einschließt?

Eines ist dennoch sehr wichtig und ich meine es ist der Grundsatz aller Grundsätze:

„Wer nicht für die Liebe kämpft, der wird sie niemals erlangen.“

Was ist, wenn man ständig kämpfen muss? Und kein wirkliches Ende in Sicht ist? Lohnt es sich denn weiterzukämpfen?? Und wie lange sollte man kämpfen, sodass man am Ende nicht sagen kann, ich habe es nicht versucht??

Alexander Stritt

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8 Kommentare

Eingeordnet unter Das Leben, Philosophie

8 Antworten zu “Das Thema mit der Liebe

  1. hi,

    bin zufällig auf deinem Blog gelanded und hab mich mal ein bissl umgeschaut. Ich finde es schön, wie du schreibst! Sehr tiefgründig. Gefällt mir. Mach weiter so 🙂

  2. Freut mich..soetwas zu hören…

    Viel Spaß beim lesen…

    Alexander Stritt

  3. hispace

    hi alexander,
    gerade das mit dem sex ist so eine sache..meistens ist es so, dass der, der es sich immer wünscht..oder vielmehr immer lust hätte…es nicht so oft bekommt und umgekehrt. interessanterweise war das bei mir zuerst so, dass ich nicht so lust hatte und es mich schon genervt hat, wenn ich gemerkt habe..ups…jetzt ist ja schon wieder ein monat rum…jetzt sollte ich wieder mal. ich habe jetzt einen neuen partner und dem ist das lang nicht so wichtig wie mir…und jetzt merke ich plötzlich, wie schlimm das für meinen ex sein musste. ich hab das nie ganz verstanden, warum er das so auf die gefühle bezogen hat….ich konnte das sehr gut trennen. das schlimme ist, dass man sich halt auch nicht so begehrt fühlt und es ganz schön am ego nagt und man denkt, man macht was falsch. seit ich jetzt etwas lockerer bin und ihm auch das gefühl gebe ich sei nicht immer scharf auf ihn…ach oh wunder…will er plötzlich wieder mehr;-)

  4. Bastian

    Was heisst für die Liebe kämpfen? Je höher deine Erwartungen sind umso größer ist deine Enttäuschung, wenn sie nicht erfüllt werden. Du lernst eine Frau kennen und bist erfüllt mit Liebe. Du glaubst, dass sie es ist, und auch sie spricht von Liebe. Du erfüllst ihre scheinbaren Wünsche und denkst, dass sie das von dir erwartet. Aber hast du sie schon einmal direkt gefragt. Hat sie dir schon einmal direkt gesagt, was sie von dir eigentlich erwartet? Was für den einen selbstverständlich ist, kann für den anderen etwas völlig neues sein. Ich habe meine schlechten Erfahrungen gemacht, alle kurz und schmerzvoll. Das zu wenig Ausgesproche war der ausschlaggebende Faktor für das Scheitern der Beziehungen/Freundschaften. Ich habe Verständnis erwartet, aber schon das Grundlegenste war wohl schon zu viel.

    Du kämpfst um Liebe und suchst ein Ende? Wenn Liebe etwas Selbstverständliches geworden ist, dann hast du die Gewohnheit erreicht. Aber damit endet doch auch die Liebe, oder? Kämpfe weiter und rede mit ihr, was ich nicht getan habe…

  5. @bastian: Dein Kommentar bringt mich sehr ins Grübeln…Danke.

    Alexander Stritt

  6. Petra

    Hallo Alex,

    finde es echt toll wie Du schreibst. Ich merke, daß Du dir wirklich viele Gedanken gemacht hast und diese auch in Worten gut wiedergeben kannst. Werde Deine Blog ab jetzt bestimmt öfters besuchen und freue mich schon auf Deine nächsten Beiträge. Mach weiter so!!!!
    Liebe Grüße……..

  7. Mathias

    Ich bin wie so viele hier nur durch zufall auf dieser seite geladen und bin auch noch recht jung mit meinen 19 jahren.
    Aber ich habe hier dinge gelesen die ich in jüngster vergangen heit erst erlebt hab oder noch am erleben bin. Der Beitrag von Bastian spricht gedanken aus die ich mir schon oft gemacht hab und die jetzt sehr stark an mir zähren. Ich bin mittlerweile doch recht lange mit meiner Freundin zusammen für mein junges Alter und momentan an einem punkt angekommen wo ich nicht weis ob noch liebe ist oder ob es nur noch die „Macht der Gewohnheit“ ist die uns zusammen hält. In anderen Momenten, wo ich mir gedanken über eine Trennung mache wird mir jedoch bewusst, ohne sie kann ich nicht, doch mit ihr gehts auch nicht so recht.

    Ich stelle mir oft die Frage, ob das was ich gerade erlebe der Übergang vom „verliebt sein“ zum eigentlichen „lieben“ ist?

    Und kann man guten Sex auch geleich mit einer guten Beziehung vernüpfen?

    Ich denke das die Liebe bzw. das Verlieben, die tiefe Zuneigung, das Begehren seines partners/partnerin nur eine art erster kontakt ist und sich erst später dann mit der Zeit zeigt ob man für einander gemacht ist oder nicht. Ob man sich gegenseitig ergänzt, einander mehr Freude findet als Leid, sich gegenseitig stützt und hilft.

    Ist das dann die Liebe des Lebens?
    Oder nur noch eine enge Freundschaft?

    Mit Freundlichem Gruß!

    Mathias

  8. Lieber Steffen,

    du hast hier deine Meinung über mich kundgetan, was auch vollkommen richtig ist, nur dann eine falsche Mailadresse anzugeben das ist extrem feige, wenn man in solchen Tönen spuckt wie du!!

    Dein Kommentar wurde gelöscht, wenn hier jemand austeilt dann soll er auch einstecken können, was du ja nicht kannst.

    Alexander Stritt

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